Zwei gute Nachrichten aus dem Park. Die meisten Kirschbäume auf der Obstwiese haben sich prächtig entwickelt und tragen nun regelmäßig Früchte. Trotz der heißen Sommer um 2018 waren die Ausfälle eher gering. Sicherlich hat der schützende Waldgürtel, welcher den Wind abschirmt, einen positiven Effekt. Er vermindert die Verdunstung und schafft ein gutes Mikroklima. Zudem wird die Streuobstwiese nur einmal im Jahr gemäht, was der Bodenfeuchtigkeit zugutekommt. Früher diente diese traditionelle Bewirtschaftungsweise der Erzeugung von Heu oder Einstreu für das Vieh im Winter. Wer genauer hinsieht erkennt, dass manche Bäumchen in einem Quicunx-Pflanzmuster (wie die fünf Punkte auf einem Würfel) gesetzt wurden. Diese Anordnung ist nicht nur aus ästhetischen Gründen in Landschaftsgärten beliebt. Sie sorgt auch für eine optimale Raumnutzung. Zu Zeiten der Knesebecks wurden die Kirschen zum Eigenverbrauch geerntet und wohl auch verkauft. Heute macht sich leider niemand mehr diese Mühe - zur Freude der Waldvögel (hier ein Buntspecht, gesehen und fotografiert von Gudrun Wehr).
Auch die drei Maulbeerbäumchen nicht weit vom Uferweg hinter der Badestelle haben es geschafft. Dieses Jahr gibt es sogar erste Früchte!
Kirschen waren übrigens das Lieblingsobst von Friedrich II. Ab 1745 ließ der berühmte preußische König einen Kirschgarten (heute rekonstruiert) mitten im Park Sanssoucie vor den „Neuen Kammern“ anlegen. Die Kulturkirsche ist unser Baum des Monats Juli.